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Jeder arbeitende Mensch, egal ob er angestellt, selbstständig oder Chef von Mitarbeitern ist, kennt ihn wohl: diesen Moment, wenn die Konzentration nachlässt. Der eine kommt schon unkonzentriert zur Arbeit, der andere ist ständig abgelenkt, der letzte hat das altbekannte Nachmittagstief, das die Gedanken auf alles lenkt, nur nicht auf die Arbeit. Doch egal, was der Grund für den fehlenden Fokus ist – er lässt sich wieder zurückholen und sogar allgemein steigern.

Akuter Konzentrationsmangel vs. äußere Störfaktoren

Ist die Unkonzentriertheit ein Phänomen von nur kurzer Dauer, beispielsweise weil der Magen nach dem Essen voll ist und das Blut im Hirn fehlt oder weil einfach die Luft raus ist, so helfen (sicherlich vielen) bekannte Tricks. Das fängt schon bei der Wahl der richtigen Lebensmittel an. Für die heiß geliebten Snacks zwischendurch empfiehlt es sich, auf Süßkram wie leckeres Gebäck zu verzichten. Übermäßig viel Obst ist ebenfalls keine gute Idee für zwischendurch aufgrund des hohen Anteils an Fruchtzucker. Stattdessen helfen Nüsse und Trockenobst mit ihren gesunden Fetten, das Gehirn in Schwung zu halten. Reichlich Wasser zu trinken sollte selbstverständlich sein, fällt vielen von uns aber trotz allem schwer. Oft wird es einfach vergessen. Hier also nochmal die Erinnerung! Wem Wasser dauerhaft zu langweilig ist, kann zwischendurch auf ungesüßten Tee zurückgreifen.

Doch sehen wir uns einmal die Gruppe der notorisch abgelenkten und unkonzentrierten Kollegen an. Wenn du dich angesprochen fühlst, kennst du die Gründe vermutlich. Andauernde Anrufe, aufpoppende Mails, die vermeintlich unglaublich wichtig sind und Kollegen, die immer wieder mit Fragen oder Bitten an den Arbeitsplatz kommen. Dass da wenig Zeit bleibt, länger an einer Aufgabe zu arbeiten und sich richtig hineinzudenken, ist klar. Ein weiteres großes Übel, unserer heutigen Zeit zu verdanken, ist wohl das Smartphone. Es ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, dementsprechend häufig liegt es auch mit am Schreibtisch oder steckt in der Hosentasche. Mit aufleuchtendem Bildschirm oder Vibration macht es dann regelmäßig auf sich aufmerksam. Schließlich kommen die Mails auch aufs Handy und zusätzlich gibt es von sozialen Netzwerken eine Meldung nach der anderen. Da ist es angebracht, für eine bestimmte Zeit am Tag, beispielsweise zwei Stunden, wirklich all diese Einflüsse auszublenden. Das heißt das Handy weglegen, Pop-Ups am PC blockieren und den Kollegen mitteilen, dass man höchstens persönlich für äußerst wichtige Angelegenheiten zur Verfügung steht. Das wirkt vielleicht erst etwas drastisch, doch wenn diese sehr kurz anmutende Zeit wirklich genutzt wird, kann man auch in zwei Stunden sehr viel schaffen. Danach kannst du Anrufe und dergleichen wieder ohne schlechtes Gewissen zulassen.

Mit einfachen Tricks besser arbeiten

Das mag banal klingen, doch sorge für ein möglichst angenehmes Raumklima. Dazu gehört neben frischer Luft durch regelmäßiges Stoßlüften auch die Raumtemperatur und sogar das Licht. Halte Ordnung auf deinem Schreibtisch, indem du ihn regelmäßig aufräumst und unwichtige Zettel wegwirfst. Wenn es dir hilft, schließe die Tür (sofern du nicht in einem Großraumbüro sitzt). Stelle deinen Stuhl so ein, dass die Beine rechtwinklig auf dem Boden stehen. So mancher Arbeitgeber stellt seinen Mitarbeitern sogar höhenverstellbare Tische zur Verfügung. In diesem Fall kann zwischenzeitliches Arbeiten im Stehen eine hilfreiche und erfrischende Abwechslung nach stundenlangem und dadurch ungesundem Sitzen bieten. Zu guter Letzt helfen auch Zimmerpflanzen, das Raumklima nachhaltig zu verbessern. Stelle Topfpflanzen auf Schreibtisch oder Fenstersims oder sorge mit einem großen Gewächs in der Ecke für eine angenehme Atmosphäre.

Vielen Menschen fällt es leichter, einer festgelegten Struktur zu folgen statt jeden Tag erst einmal überlegen zu müssen, was konkret erledigt werden muss. Hierfür sind To-Do-Listen ein einfaches aber nützliches Hilfsmittel. Lege am Vorabend oder gleich nach Ankunft im Büro eine Liste an. Schreibe die Dinge, die erledigt werden müssen, nach Wichtigkeit geordnet auf. Dabei aber bitte realistisch bleiben und nur so viele Aufgaben notieren, wie an einem Tag erfüllbar sind. Eine überladene Liste wirkt demotivierend und wir könnten uns sofort gestresst fühlen. Lege die Liste dann immer gut sichtbar auf den Schreibtisch. Immer wieder einen Blick auf die Tagesziele zu werfen hilft, fokussiert zu bleiben.

Für einen guten Workflow und Effektivität bei der Arbeit sind Pausen unerlässlich. Wenn du merkst, dass du immer häufiger abschweifst, unterbreche die Arbeit, lüfte den Raum und trinke ein zusätzliches Glas Wasser. Lass deine Gedanken ruhig ein paar Minuten abschweifen. Auch wenn du viel zu erledigen hast – stundenlanges Starren auf den Bildschirm, Unterlagen oder Sonstiges ist nicht zielführend. Sollte die Unaufmerksamkeit ganz akut sein, hilft ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft um kurz Abstand von der Arbeit zu gewinnen und auf neue Gedanken zu kommen. Gezielte Ablenkung für einen Moment ist also sogar ratsam.